Auf einen Blick: Auch ein Motorrad muss versichert sein – die Haftpflicht ist wie beim Auto Pflicht. Beim Motorrad kommt man meist nicht unter 50 % des Jahresbeitrags, weil eine höhere Risikobereitschaft unterstellt wird. Wegen der leichten Zugänglichkeit spielen Diebstahl, Vandalismus und Alarmanlagen eine besondere Rolle; Vollkasko bieten nur wenige Versicherer, oft zu saftigen Prämien. Ein Online-Vergleich hilft bei der Vorbereitung.
Haftpflicht ist Pflicht – auch beim Motorrad
Auch ein Motorrad muss versichert sein. Die Motorrad-Versicherung ist genau wie beim Auto eine Pflichtversicherung, zumindest die Haftpflicht.
Eine Besonderheit beim Motorrad ist jedoch, dass man meistens nicht unter einen Beitragssatz von 50 % des normalen Jahresbeitrages kommt. Das hat natürlich auch damit zu tun, das mit Motorrädern verhältnismäßig mehr Unfälle passieren als mit Autos. Dabei wird leider nicht berücksichtigt, dass an den Unfällen vielfach die Pkw-Fahrer schuld sind. Dem Motorradfahrer wird eine grundsätzliche größere Risikobereitschaft als dem Pkw-Fahrer unterstellt.
Teilkasko, Diebstahl und Alarmanlagen
Im Bereich Teilkasko kommt hinzu, dass Motorräder ungleich besser zugänglich sind als ein Pkw. Wenn der Fahrer unterwegs ist und hat es irgendwo geparkt, dann ist es manchmal leicht, Teile des Motorrads oder sogar das komplette Motorrad zu stehlen. Die von den Herstellern und/oder vom Zubehörhandel angebotenen Alarmanlagen haben schon einen Sinn. Steht es in der Garage, ist es natürlich genauso geschützt wie ein Auto.
Vandalismus und die Frage nach der Vollkasko
Aber wer ein Motorrad besitzt, will es ja nicht nur in der Garage bewundern, nein, er will fahren. Kaum ist das Motorrad auf der Straße, ist es auch gefährdet von Vandalismus, also mutwilligen Beschädigungen. Aus diesem Grunde bieten einige wenige Versicherungen eine Vollkasko-Versicherung für Motorräder an. Die Versicherungs-Gesellschaften verlangen allerdings saftige Prämien. Wird der Neu-Kauf des Motorrads mit einem Kredit finanziert, ist die Vollkasko manchmal Pflicht.
Die Höhe der Vollkasko-Versicherungsprämien hat schon so manchen Motorradfahrer erschreckt. Viele gehen das Risiko ein, ihr „bestes Stück“ nur mit einer normalen Haftpflicht mit Teilkasko versichern zu lassen. Damit ist erklärt, warum Motorradfahrer ihr Bike nicht gerne aus den Augen lassen oder auf Reisen z.B. sicher und verschlossen abstellen wollen.
Freiwilliger Schutz und der Online-Vergleich
Den Versicherungsschutz, soweit er freiwillig ist, muss sich jeder Biker genau überlegen. Manche Motorrad-Modelle haben schon einen versicherungswürdigen, materiellen Wert. Online-Vergleiche hier im Internet sind dann eine sinnvolle Vorbereitung für die Verhandlungen mit den Versicherungen. Wer nur einen Teil des Jahres fährt, sollte in diesem Zusammenhang auch das Saisonkennzeichen als Sparmöglichkeit prüfen.
Häufige Fragen
Ist die Motorrad-Versicherung Pflicht?
Ja. Wie beim Auto ist zumindest die Haftpflicht eine Pflichtversicherung. Teilkasko und Vollkasko sind freiwillig und muss sich jeder Biker genau überlegen.
Warum ist die Motorrad-Versicherung oft teuer?
Beim Motorrad kommt man meist nicht unter 50 % des normalen Jahresbeitrages, weil mit Motorrädern verhältnismäßig mehr Unfälle passieren und dem Fahrer eine größere Risikobereitschaft unterstellt wird – auch wenn oft Pkw-Fahrer schuld sind. Bei der Vollkasko verlangen die wenigen anbietenden Gesellschaften zudem saftige Prämien.
Wann ist eine Vollkasko beim Motorrad sinnvoll oder nötig?
Bei Modellen mit hohem materiellem Wert kann sie sich lohnen. Wird der Neukauf mit einem Kredit finanziert, ist die Vollkasko manchmal sogar Pflicht.