Auf einen Blick: Dieser Tourenvorschlag am Niederrhein setzt Teil 1 (die Burgentour) fort und führt ab Arnheim bzw. Burg Rosendael über den Nationalpark „Hooge Veluwe“, entlang der Waal zur Waalkade in Nijmegen und über holländische Deichstraßen zurück nach Kleve. Insgesamt rund 120 km teils sehr schöne Motorradstrecken, mit Einkehr an der Waalkade und einer wählbaren schnellen (N 325 / B 9) oder schöneren Deichvariante.

Von der Burgentour zurück nach „Nederrijn“

Eigentlich müsste es bei diesem Tourenvorschlag „Nederrijn“ heissen 🙂 Denn holländische Namen, Verkehrszeichen, Besonderheiten, Nickeligkeiten etc. sind bei dieser Streckenführung unausweichlich. Aber das ist gewollt. Der Teil 1 dieser Motorradtour am Niederrhein führte ja gezielt ins Grenzgebiet zu einigen Burgen unserer niederländischen Nachbarn.

Ein sehr kurzer Rückweg nach Deutschland bzw. ins Ruhrgebiet (wo einige Leser starten werden) war im Teil 1 dieser Routenbeschreibung ab Arnhem beschrieben worden. So fluchtartig wollen wir heute Holland nicht verlassen. Wenn das Wetter mitspielt, folgt hier die Fortsetzung ab Burg Rosendael / Rozendaal. Über die A3 aus Deutschland kommend ist auch ab Ausfahrt Arnhem-Nord der Einstieg in diesen Touren-Vorschlag möglich.

Durch den Nationalpark „Hooge Veluwe“

Jetzt also NICHT links ab Richtung Richtung Arnheim, Innenstadt, sondern rechts ab Richtung Nationalpark „De Hoge Veluwe“. Bei Burg Rosendael / Rozendaal rechts halten bis zur N 784, dort rechts abbiegen Richtung Hoenderloo, ein kurzes Stück parallel mit der Autobahn fahren, nach links über die Autobahn, dahinter dann rechts halten, weiter Richtung Hoenderloo. Dort links abbiegen auf die N 304 Richtung Otterloo und schon geht es mitten durch den Nationalpark „Hooge Veluwe„ (ein Abstecher zum Rijksmuseum Kröller-Möller ist lohnenswert).

Auf der N 304 weiter Richtung Ede, kurz vorher rechts abbiegen auf die N 224 nach Veenendaal, dort links halten und auf der N 233 via Rhenen weiterfahren bis Ochten.

Deichfahrt an der Waal bis Nijmegen

Nun sind wir wieder am Rhein, der sich in Holland geteilt hat und hier „Waal“ heisst. Es geht auf Deichstraßen weiter, immer an der Waal entlang, so nah wie straßentechnisch möglich. Anfangs Richtung Dodewaard, dahinter rechts halten. Wenn man AUF dem Deich bleibt, ist es einfach, eine sehr schöne
Deichfahrt bis zunächst Nijmegen zu genießen. Slijk-Ewijk und Oosterhout links liegen lassen, hinter der Eisenbahn-Unterführung ist auf der anderen Waalseite rechts schon Nijmegen zu sehen.

Pause an der Waalkade in Nijmegen

Um die Waalkade, eine Uferpromenade in Nijmegen mit herrlichem Panoramablick nicht nur auf den Fluss 😉 zu erreichen => VOR der Waal-Brücke links abbiegen, weiter bis zur N 325, dort rechts abbiegen, über die Waalbrug (Waalbrücke) die Waal überqueren und im Kreisverkehr dahinter 1. Ausfahrt rechts raus und der Beschilderung zur Waalkade folgen.

Dort gibt es viele Einkehrmöglichkeiten. An schönen Tagen sind hier Benzingespräche auch in Deutsch möglich: die Waalkade ist ein beliebtes Ziel für Motorradfahrer, auch aus dem nahen Deutschland.

Zwei Wege zurück nach Kleve

Nach einer sich lohnenden Pause gibt es 2 Möglichkeiten, nach Kleve zurück zu fahren. Die schnellere Variante führt über die N 325, die in Deutschland dann B 9 heisst. Die schönere führt weiter über holländische Deichstraßen.

Gilt für beide Varianten: von dem Parkplatz an der Waalkade zurück zur Waalbrücke (Achtung: unmittelbar am Flussufer ist eine Einbahnstraßen-Regelung in entgegen gesetzter Richtung). UNTER der Waalbrücke hindurch und dann, bei der schnellen Variante, immer dem Straßenverlauf folgend, weiter bis zur N 325 und dann der Beschilderung nach Kleve folgen.

Bei der Deichvariante => kurz hinter der Waalbrücke LINKS abbiegen und dann geniessen. Riet-gedeckte Häuser, Naturschutzgebiete, Teiche, Kolke, Storchennester, irgendwo sollen hier auch Biber wohnen …

Gegenseitiger Respekt von Motorrad-, Auto- und Radfahrern, Scatern und Wanderern ist hier angebracht. Denn noch sind die folgenden, größtenteils sehr schmalen Deichstraßen für uns Motorradfahrer nicht gesperrt. Achtung: viele Drempel.

Über Kekerdom und Millingen zurück ans Klever Ufer

Vorbei an Ooij, Erlecom geht es im Storchendorf Kekerdom runter vom Deich und weiter nach Millingen a/d Rijn. Am Ortsausgang von Millingen ist auch wieder der Rhein in dieser Schreibweise erreicht.

Wieder in Deutschland, geht es immer in Deichnähe vorbei an Keeken, Wardhausen. Motorradfahrer müssen hier auf kurvigen Straßen unterhalb der Dämme bleiben, macht auch Spaß. Auf den Rhein- und Altrheindämmen dürfen hier nur Fahrradfahrer und Wanderer die typisch niederrheinische Landschaft genießen. Kurz nach Rindern ist dann auch schon wieder der Turm der Klever Schwanenburg zu sehen 🙂

Das war`s mal wieder, dieses Mal Holland nicht so hektisch verlassen. Circa 120 km teilweise sehr schöne Motorradstrecken AB ARNHEIM sind abgespult. Viel Spaß beim Nachfahren. Es lohnt sich 🙂

Route mit Kartenansicht

Hier eine mit hilfe von google ausgearbeitete Routenbeschreibung inklusive Kartenansicht:

Größere Kartenansicht

Wer lieber in Deutschland bleiben möchten: weitere Vorschläge für Motorrad-Kurzreisen am Niederrhein folgen demnächst. Weitere Anregungen gibt es zum Beispiel im 1. Vorschlag für eine Tagestour am Niederrhein oder im 4. Vorschlag für eine Motorrad-Tagestour am Niederrhein.

Häufige Fragen

Wie lang ist diese Motorradtour ab Arnheim?

Es sind circa 120 km teilweise sehr schöne Motorradstrecken ab Arnheim, von Burg Rosendael über den Nationalpark „Hooge Veluwe“ und die Waalkade in Nijmegen zurück nach Kleve.

Welche zwei Rückwege nach Kleve gibt es?

Ab der Waalkade führt die schnellere Variante über die N 325, die in Deutschland B 9 heisst. Die schönere Deichvariante verläuft über holländische Deichstraßen vorbei an Ooij, Erlecom, Kekerdom und Millingen a/d Rijn.

Worauf sollte man auf den Deichstraßen achten?

Die Deichstraßen sind größtenteils sehr schmal und für Motorradfahrer noch nicht gesperrt. Angebracht sind gegenseitiger Respekt gegenüber Auto- und Radfahrern, Skatern und Wanderern – und Achtung vor den vielen Drempeln (Bodenschwellen).

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