Auf einen Blick: Nur 1 Jahr nach der überarbeiteten 1200er präsentierte Suzuki die Bandit 1250 – mit flüssigkeitsgekühltem Motor und Katalysator zur Erfüllung der Euro-III-Norm ab 2007. Der 1250er-Motor leistet 72 kW (98 PS), also genauso viel wie die 1200er, jedoch aus fast 100 ccm mehr Hubraum. Der sechste Gang ist ein Overdrive, das ABS gehört in Deutschland zur Serie.

Warum die 1250er die 1200er ablöste

Aktuelle politische Umweltentscheidungen waren wohl Auslöser dafür, dass Suzuki nur 1 Jahr nach der gründlich überarbeiteten 1200er-Bandit dem staunenden Publikum die 1250er-Bandit präsentierte. Die Geräusch- und Abgas-Vorschriften der ab 2007 geltenden Euro III-Norm waren vermutlich nur mit flüssigkeits-gekühltem Motor, Katalysator usw. zu erfüllen …

Auch optisch wahrnehmbare Maßnahmen waren erforderlich: z.B. der Abschied vom luftgekühlten Feinripp-Motor oder ein End-Schalldämpfer mit beeindruckenden Ausmaßen. Spätestens hier rümpfte so mancher Bandit-Treiber die Nase. PS-Maximierungen z.B. mit legal entkorkten Zubehör-Tüten an dem alten 1100 GSX-R-Motor der 1200er-Bandit noch möglich, waren an dem neu entwickelten 1250er-Motor passé.

Suzuki Bandit 1250 S, Foto: Suzuki
hier mit Halbschale, ohne Halbschale fällt das S weg

Gleiche Leistung, mehr Hubraum

Der Motor der „alten“ 1200er-Bandit hatte auf dem Papier eine Nennleistung von 72 kW (98 PS), der neue 1250er-Motor leistet genauso viel. Allerdings aus fast 100 ccm mehr Hubraum und diesen Unterschied merkt man.

Neuerungen: Overdrive und ABS

Was hat sich sonst noch bei der dicken Bandit verändert? Der sechste Gang ist als Overdrive für ruhige Autobahn-km ausgelegt. Nennenswert wäre auch noch das neue ABS. Soll sehr zuverlässig sein und gehört in Deutschland zur Serienausstattung der 1250er-Banditen. Aber beim ABS-Thema gehen die Biker-Meinungen auseinander. Die Diskussion ist allerdings sachlicher geworden. Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten, insbesondere wenn er ein Mehr an Sicherheit für uns Motorradfahrer bringt.

Große und kleine Bandit im Vergleich

Zur Suzuki-Familie der Bandits gehört auch die „kleine“ 650er. Beide, 1250er und 650er-Bandit, gleichen sich nahezu wie ein Ei dem Anderen. Selbst gewichtsmäßig ist die neue 1250er-Bandit kaum schwerer als die kleine. Die Große kann etwas mehr beladen werden, mit beiden Maschinen lässt es sich gut reisen, auch zu Zweit. Bei genauerem Hinsehen fällt optisch der 180er Hinterreifen der Großen auf. Die Kleine ist „nur“ mit einem 160er ausgestattet, damit soll sie allerdings wendiger sein. Das geht dann aber nur mit aufgeregten, höheren Drehzahlen.

Viele Banditfahrer möchten aber nicht unbedingt bei jedem zügigen Überholvorgang 2 Gänge runterschalten müssen. Sie bevorzugen eher den lässigen Fahrstil, die Beschleunigung aus dem Handgelenk und den mächtigen Druck aus dem Vollen.

Testberichte und Prospekte im Archiv

Wer tiefer in die Testberichte, Vergleichstests und historischen Prospekte dieses Meilensteins eintauchen möchte, findet in unserem Archiv eine umfassende Sammlung:

einfach hier mal klicken

Suzuki  Bandit 1250 mit ABS: „A“

oder hier

Suzuki Bandit 1250 S mit ABS: „SA“

und in Ruhe auswählen 🙂

Zu dem Vorgänger-Modell, auch bekannt als Modell Kult (1995 – 2000), Pop (2001 – 2005) und Neo (2006), gibt es auch eine Menge Informationen:

Suzuki GSF 1200 Bandit

bzw.

Suzuki GSF 1200 S Bandit

und
Suzuki GSF 1200 SA Bandit

Häufige Fragen

Warum löste die Suzuki Bandit 1250 die 1200er ab?

Auslöser waren umweltpolitische Entscheidungen: Die ab 2007 geltende Euro-III-Norm mit ihren Geräusch- und Abgas-Vorschriften war vermutlich nur mit flüssigkeitsgekühltem Motor, Katalysator usw. zu erfüllen.

Wie viel Leistung hat die Bandit 1250?

Der 1250er-Motor leistet 72 kW (98 PS) – genauso viel wie die 1200er, allerdings aus fast 100 ccm mehr Hubraum, und diesen Unterschied merkt man.

Hat die Suzuki Bandit 1250 serienmäßig ABS?

Ja, das neue ABS gehört in Deutschland zur Serienausstattung der 1250er-Banditen und soll sehr zuverlässig sein.

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