Auf einen Blick: Teil 3 der Reise in die Provence: Weil der Col du Petit-Saint-Bernard Mitte Mai noch winter-gesperrt war, führte die 435 km lange Etappe über einen Umweg via Aosta, Susa und den 1.854 m hohen Col de Montgenèvre nach Frankreich. Auf den Bundesstraßen S24/N94 tummelten sich Italo-Biker, viele davon Racer. Über die kurvige D3 am Col Lebraut und die D951 ging es zum Quartier Domaine de Fombeton nahe Vaumeilh – die Seealpen-Pässe waren allesamt noch gesperrt.

Ziel Provence – ein Pass macht Probleme

Aber nun wollten wir weiter zum eigentlichen Ziel unser Reise: in die Provence, nach Südfrankreich. Die französischen Seealpen hatten wir auch noch nicht abgehakt. Vielleicht war von der Provence aus startend noch etwas möglich? 🙂

In Erwartung, dass der Kleine St. Bernhardt-Pass vielleicht doch nicht mehr Winter-gesperrt war, ging es zunächst über die S26 Richtung Mont Blanc. Wir konnten uns leider vorher beim Wirt des Hotels Monte Emilius nicht erkundigen. Kurz hinter Morgex dann festgestellt, dass der Col du Petit-Saint-Bernard (2.188 m hoch) Mitte Mai doch noch gesperrt war …

also wieder Tunnel, jetzt durch den Mt. Blanc? Wir waren noch Maut-geschockt vom Großen St.-Bernhard-Tunnel.

Umweg über Susa und den Col de Montgenèvre

Nach dem Motorradfahrer-Motto „der Weg ist das Ziel“ entschieden wir uns für eine andere Variante Richtung Provence: wieder zurück nach Aosta, weiter durch Italien Richtung Torino, vorher aber noch rechtzeitig abgebogen nach Susa und über den Col de Montgenevre nach Frankreich. Für diesen 1.854 m hohen, breit ausgebauten Pass war eine Wintersperre nicht zu erwarten. Wir sollten Recht behalten.

Um wieder Zeit aufzuholen, ging es erst einmal über die Autobahn und zusammen mehr als 16 km diverse Tunnel 🙁 wieder zurück, an Aosta vorbei Richtung Turin/Torino. Kostete auch Maut, war aber zu verschmerzen.

Schnell hatten wir von der Autobahn genug und wechselten wieder auf die S26. Ab Ivrea ging es dann querbeet über Landstraßen nach Rivarolo Canavese, Caselle Torinese bis Alpignano und dann parallel zur Autobahn auf der S25 Richtung Susa. Hinter Susa sind wir abgebogen Richtung Frankreich auf die S24.

Lieblingsstrecken der Italo-Biker

Beide Bundesstraßen gehören offensichtlich zu den Lieblingsstrecken der Italo-Biker aus Torino. Jedenfalls am Wochenende und bei trockenem Wetter. Motorradfahrer jeglicher Couleur waren hier zuhauf vertreten: Tourer, Cruiser und Racer, viele Racer. Letztere waren dann mit rennstrecken-üblichem Sound ziemlich flott unterwegs.

Die meisten der einheimischen Biker bogen kurz vor der Grenze ab Richtung Sestriere und blieben damit in Italien. Kann man nachvollziehen, sieht auf der Straßenkarte für einen Motorradfahrer seeehr interessant aus … Wir hatten in Frankreich ein anderes Ziel und es ging auf der N94 weiter Richtung Süden.

Über Nebenstrecken zum Quartier in der Provence

Leider waren auch hier am Grenzübergang Italien/Frankreich sämtliche für einen Umweg interessanten Seealpen-Pässe noch gesperrt. Die N94 selber war frei zu befahren. Am Lac de Serre-Ponçon kamen wir am frühen Nachmittag an

und entschieden uns für eine interessante Nebenstrecke. Auf der D3 ging es über den Col Lebraut. Ein kleine Provence-Passstrasse, die zu fahren auch französichen Oldtimer-Fans auf 4 Rädern Spass gemacht hat.

Danach suchten wir die D951 und es ging weiter durch Bréziers nach Gigors, La Motte-du-Caire, Nibles und dann zu unserem Quartier für die nächsten Tage nahe Vaumeilh: Domaine de Fombeton

Heute waren es 435 km, mit dabei ein paar Autobahn-km. So sind wir gefahren:

Reise-Tipps: über das Aosta-Tal/Italien in die Provence/Südfrankreich, Teil 1/4
Reise-Tipps: über das Aosta-Tal/Italien in die Provence/Südfrankreich, Teil 2/4
Reise-Tipps: über das Aosta-Tal/Italien in die Provence/Südfrankreich, Teil 3/4
Reise-Tipps: über das Aosta-Tal/Italien in die Provence/Südfrankreich, Teil 4/4

Häufige Fragen

Warum ging es nicht über den Kleinen St. Bernhard?

Der Col du Petit-Saint-Bernard (2.188 m) war Mitte Mai noch winter-gesperrt. Kurz hinter Morgex war Schluss, sodass eine andere Variante Richtung Provence gewählt wurde.

Welcher Pass führte schließlich nach Frankreich?

Über Aosta, Ivrea und Susa ging es zum 1.854 m hohen, breit ausgebauten Col de Montgenèvre. Für diesen war keine Wintersperre zu erwarten – und tatsächlich war er frei.

Wie lang war die Etappe und wo war das Quartier?

Die Etappe umfasste 435 km inklusive einiger Autobahn-Kilometer. Quartier für die nächsten Tage war die Domaine de Fombeton nahe Vaumeilh, erreicht über die D3 am Col Lebraut und die D951.

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