Auf einen Blick: Mit der F 800 S und der kurz darauf vorgestellten F 800 ST überraschte BMW ab 2006 mit einem neuen Parallel-Twin in der Mittelklasse. 85 PS, Zahnriemenantrieb, niedriger Verbrauch und auf Wunsch ABS machten die beiden F-Modelle auch für die Motorrad-Fachpresse interessant. Die Fachpresse lobte ein ausgewachsenes Mittelklasse-Motorrad. Über die Modell-Links findest du heute die aktuell verfügbaren Zeitschriften und Originalprospekte zur BMW F 800 S und F 800 ST in unserem Archiv.
BMW kann auch anders: die F 800 S und F 800 ST
BMW kann auch anders und überraschte 2006 mit zwei Zylindern in Reihe … immerhin klingt der Motor manchmal noch ein wenig wie ein Boxer.
Zunächst wurde der wieder auferstandene Parallel-Twin als F 800 S mit Halbschale vorgestellt. Für den Hinterradantrieb setzte BMW nicht auf die sonst so markentypische Kardanwelle, sondern auf einen Zahnriemen. Kurze Zeit später folgte mit der F 800 ST die stärker auf Touren ausgelegte Schwester.
Nur wenige, aber fahrtechnisch durchaus wichtige Details unterscheiden die „Sport“ von der „Sport Tourer“: ein anderer Lenker, eine andere Verkleidung, andere Räder …
Beide bieten ordentlich Komfort, der sich mit dem damals BMW-typisch umfangreichen Zubehör noch steigern ließ: Bordcomputer, Gepäcksysteme, Navi-System, andere Windschilder, tiefere Sitzbank und einiges mehr.

BMW F 800 S, Foto: BMW
Sparsamer Motor und sinnvolles ABS
Der Parallel-Twin leistet 85 PS und war seinerzeit auch in einer auf 34 PS gedrosselten Version erhältlich. Über die Motorsteuerung konnte die F 800 außerdem auf den Betrieb mit Normalbenzin angepasst werden.
Muss aber nicht – denn fast schon sensationell war damals der Spritverbrauch.
BMW versprach einen Durchschnittsverbrauch von weniger als fünf Litern. Und die Testfahrer der Fachpresse bestätigten das weitgehend: Selbst bei durchaus sportlicher Fahrweise stand erstaunlich häufig noch eine 4 vor dem Komma.
Auch mit der serienmäßigen Bereifung beschäftigten sich die Tester. Alternativen konnten das ohnehin handliche Motorrad noch etwas flotter durch die Kurven bringen.
Und beim ABS war die Sache für uns schon damals ziemlich klar: eine sinnvolle Investition.

BMW F 800 ST, Foto: BMW
Was sagte die Motorrad-Fachpresse?
Die Testmannschaften haben lange gesucht, um über irgendetwas zu meckern.
Natürlich fanden sie Kleinigkeiten. Der Tenor fiel aber ziemlich einheitlich aus: Mit F 800 S und F 800 ST hatte BMW ausgewachsene Mittelklasse-Motorräder auf die Räder gestellt, die sich keineswegs nur für die gemütliche Runde eigneten.
Landstraße, Alltag und mit der ST auch längere Touren gehörten zu ihren Stärken. Für die Rennstrecke gab es schon damals andere Geräte.
Interessant ist aus heutiger Sicht vor allem, wie häufig die beiden F-Modelle anschließend in der Motorrad-Fachpresse auftauchten. Nach den ersten Vorstellungen und Tests folgten Vergleichstests, Dauertests, Zubehörthemen und später natürlich die Gebrauchtkauf-Beratungen.
Zeitschriften und Originalprospekte zur BMW F 800 S und F 800 ST
Wer heute noch einmal nachlesen möchte, wie die BMW F 800 S und F 800 ST zu ihrer Zeit beurteilt wurden, findet in unserem Shop zahlreiche Originalausgaben der damaligen Motorrad-Fachpresse.
Eine besondere Ergänzung sind die Originalprospekte der Hersteller. Sie zeigen das Motorrad aus einer ganz anderen Perspektive: so, wie BMW die F 800 S und F 800 ST damals selbst präsentierte – mit zeitgenössischen Fotos, technischen Daten, Ausstattungsdetails und Zubehör.
Über die folgenden Modell-Links werden alle aktuell verfügbaren Artikel zum jeweiligen Motorrad angezeigt – Zeitschriften ebenso wie Originalprospekte:
→ BMW F 800 S – Zeitschriften, Tests und Fahrberichte
→ BMW F 800 ST – Zeitschriften, Tests und Fahrberichte
Originalprospekte sind allerdings nicht zu jedem Modell ständig verfügbar. Viele Exemplare sind nur einmal vorhanden und manche gesuchten Prospekte finden schnell einen neuen Besitzer. Ein gelegentlicher Blick auf das aktuelle Angebot kann sich deshalb lohnen.
BMW F 800 S oder F 800 ST?
Wer damals vor der Wahl zwischen beiden Modellen stand, musste zunächst entscheiden, wohin die Reise gehen sollte.
Die F 800 S war die etwas sportlichere Variante, die F 800 ST mit ihrer Verkleidung und der tourentauglicheren Ausrichtung eher das Motorrad für längere Strecken. Technisch lagen beide eng beieinander und teilten sich vor allem den sparsamen Parallel-Twin und den ungewöhnlichen Zahnriemenantrieb.
Heute sind beide längst selbst ein Stück BMW-Motorradgeschichte geworden.
Und vielleicht steht ja noch eine in der Garage – dann macht es umso mehr Spaß, in einem alten Testbericht nachzulesen, was die Motorradtester damals über das eigene Motorrad geschrieben haben.
Häufige Fragen
Was unterscheidet die BMW F 800 S von der F 800 ST?
Die F 800 S ist die sportlicher ausgelegte Variante, während BMW die F 800 ST stärker als Sporttourer positionierte. Unterschiede gibt es unter anderem bei Lenker, Verkleidung und Rädern. Motor und Grundkonzept liegen dagegen sehr nah beieinander.
Wie viel Leistung haben BMW F 800 S und F 800 ST?
Der Parallel-Twin leistet 85 PS. Zur damaligen Zeit war auch eine auf 34 PS gedrosselte Variante erhältlich.
Wie hoch ist der Verbrauch?
Der niedrige Kraftstoffverbrauch gehörte schon in den damaligen Tests zu den auffälligen Eigenschaften des Motors. Werte mit einer Vier vor dem Komma waren auch bei nicht ausgesprochen zurückhaltender Fahrweise durchaus möglich.
Haben BMW F 800 S und F 800 ST Kardan?
Nein. BMW verwendete bei beiden Modellen einen Zahnriemen für den Hinterradantrieb – für eine BMW dieser Zeit durchaus ungewöhnlich.