Auf einen Blick: Bei der Motorradbekleidung sollte Schutz immer an oberster Stelle stehen – Schutz bei einem Sturz ebenso wie vor Witterungseinflüssen. Es gibt Overalls, zusammen-zippbare Kombis, Hosen und Jacken aus Leder, Textilien oder Kombinationen, teils beheizbar oder beschichtet. Entscheidend sind Abriebfestigkeit des Materials und eingearbeitete Protektoren. Schutzkleidung in Übergrößen verliert ihre Wirkung, weil sie zu weit sitzt. Wer im T-Shirt und kurzer Hose fährt, riskiert Schürfwunden, Verstauchungen und Brüche.
Warum die richtige Kleidung so wichtig ist
Es gibt viele Aspekte, die bei den Überlegungen zum Kauf einer angemessenen Kleidung für Mann oder Frau oder sogar Kind beim Motorradfahren eine Rolle spielen. Schutz sollte immer an oberster Stelle stehen. Schutz bei einem Sturz ist genauso wichtig wie Schutz vor allen möglichen Witterungseinflüssen.
Bequem soll alles sein, praktisch natürlich auch. Man nimmt ja so einiges mit für die große Tour oder die Feierabend-Runde auf dem heimatlichen Kurs. Und wer sein Motorrad auf dem Weg zur Arbeit einsetzt, wechselt Motorrad- und Arbeitskleidung oder nutzt Schutzkleidung in Übergrößen. Bei Letzterem geht dann schon wieder fast alles an Schutz verloren weil zu weit. Aber alles schon gesehen.
Overall, Kombi, Leder oder Textil?
Es gibt Overalls, zusammen-zippbare Kombis, (Latz-)Hosen und Jacken aus Leder oder Textilien oder Kombinationen aus beidem. Teilweise beheizbar, teilweise mit irgendwelchen hightech-Beschichtungen. Textilien sind in der Regel leichter als Lederkleidung und vielleicht auch angenehmer zu tragen, aber das wird unterschiedlich wahrgenommen.
Egal für welche Bekleidung man sich entscheidet, wichtig sind die Abriebfestigkeit des Materials, die eingearbeitete Sicherheit, die Protektoren. Wer bereits einmal, eventuell nur mit dem Fahrrad oder dem Mofa, im T-Shirt und/oder kurzer Hose einen Sturz überstanden hat, kennt die Schmerzen von Schürfwunden, Verstauchungen, Brüchen. Ähnliche Gedanken zum passiven Schutz beim Motorradfahren gelten für die gesamte Ausstattung.
Wenn der passive Schutz fehlt
Hier nochmals das Bild, bereits gezeigt im Beitrag zu den Motorrad-Stiefeln. Das Bild ist nicht gestellt, sondern zufällig aus einem anderen Anlass in 2008 entstanden, also auch aktuell. Aber es ist so krass, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.

Beim Motorrad-/Motorroller-Unfall sind die Folgen ungleich schlimmer. Deswegen ist es nicht zu verstehen, das man immer noch Motorrad-/Rollerfahrer im Sommer mit T-Shirt und kurzer Hose auf ihrem Motorrad/Roller mal eben irgendwohin fahren sieht. Das ist nicht nur gegenüber der eigenen Gesundheit unverantwortlich …
Testberichte auf Papier lesen
Interessant dürfte für so manchen Motorrad-/Rollerfahrer die Möglichkeit sein, in professionellen Testberichten nachzulesen, wie Qualitätsunterschiede sich auf Preise und möglichen Schutz auswirken. Jetzt müsst ihr nur noch versuchen, entsprechende Testberichte zu finden.
Das kann online klappen, aber ein Testbericht auf Papier, enthalten in einer unabhängigen Motorrad-Zeitung mit vielen weiteren interessanten Artikeln aller Art, ist doch etwas Anderes. Die Motorrad-Zeitungen gibt es bestimmt nicht mehr im Kiosk um die Ecke, aber vielleicht bei uns im online-shop.
Häufige Fragen
Leder oder Textil – was ist besser?
Beides ist möglich, auch als Kombination. Textilien sind in der Regel leichter als Lederkleidung und werden von manchen als angenehmer empfunden – das wird aber unterschiedlich wahrgenommen. Entscheidend sind Abriebfestigkeit und Protektoren.
Ist Schutzkleidung in Übergröße sinnvoll?
Nein. Sitzt die Kleidung zu weit, geht fast der gesamte Schutz verloren. Die Bekleidung sollte gut passen, um im Sturzfall zu wirken.
Worauf kommt es beim Fahranzug vor allem an?
Auf die Abriebfestigkeit des Materials und die eingearbeiteten Protektoren – dazu Schutz vor Sturz und Witterung.